Kap. 2/ Das nicht wahrhaben wollen

Ich wolte mich eigentlich nicht mehr erinnern und schreiben, denn jetzt bin ich soweit, mich selbst aus dieser Erkrankungszeit zu entlassen.

Doch wenn es nur einer Person helfen sollte, für sich etwas zu klären und neue Gedanken zuzulassen, dann habe ich meine Aufgabe gut gemacht.

 

Rückblickend war dieses Jahr "sabbatical" ein Weg, wie wenn  eine liebgewonnene Person stirbt - also wie die Phasen eines Trauerprozesses.

 

Am Anfang stand bei mir "das-nicht-wahrhaben-wollen" noch da. Ich war der festen Meinung: "Ja ich bin noch müde und ich weine noch ab und zu, aber am Donnerstag kann ich wieder zur Arbeit" (zu dieser Zeit arbeitete ich seit 4 Jahren Vollzeit als med. Fachangestellte in einer Kinderarztpraxis, und wir hatten das 1. Jahr Corona hinter uns).

 

Meine Freundin Lore - Heilpraktikerin, DAN Therapeut und 72jährige kluge Frau - hatte zu meinem Glück Wissen um diese meine Erkrankung und deshalb ein wachsames Auge auf mich. Sie übernahm mit großer Fürsorge und Geduld die Aufgabe, in regelmäßigen Abständen auf mich einzureden, wie auf eine kranke Kuh (ich liebe Kühe!!), damit ich Ruhe gebe, zuhause bleibe und das tat, war mir gut tat. Und das hieß ausruhen im Sitzen, im Liegen, im langsamen Gehen und - nichts leisten müssen.

Das wünscht sich doch jeder, der in einem stressigen Arbeitsprozeß steckt, oder?

 

Für mich und meinen perfekt trainierten Der-Laden-muss-laufen-Willen war das jedoch eine Provokation sondersgleichen! Ich sollte nur das tun, was mir gut tut, wo gibt´s denn sowas?! Die anderen brauchen mich doch; gerade jetzt mit den neuen zusätzlichen Impfungen und und...

Nur diesmal behielten mein Körper und meine Seele die Oberhand und die Führung.

Ich hatte mich hinzulegen; ich hatte das Buch wegzulegen, weil Lesen viel zu anstrengend war; ich hatte den Fernseher auszuschalten, weil ich die Reize gar nicht verabeiten konnte.

Was ich tun konnte, und was für mich der größte Segen war, ist und sein wird: ich konnte mir die Hände auflegen und mich mit der DAN Energie aktivieren.

Ja, ich war DAN Therapeut und nahm schon lange meine Nahrungsoptimierung und es gab genug Stimmen, die sagten: "Also was bringt´s, das zu machen und zu schlucken, bist ja doch zusammengeklappt!" Ja, bin ich.

Das lag jedoch nicht an meinem energetischen Tun oder daran, daß ich all die Möglichkeiten zuwenig genutzt hatte. Zurückblickend lag es letztendlich an dem, was ich permanent und seit langer Zeit von mir selbst verlangte, was ich von mir selbst dachte und wie ich die Welt sah.

 

So legte ich mir die Hände auf, aktivierte mich mit der DAN Energie, wann immer ich das Bedürfnis hatte oder unruhig wurde. Es kehrte immer wieder Ruhe und Entspannung ein.

So senkte sich dann doch nach 6 Wochen die Erkenntnis in mein Bewußtsein: ich habe nicht eben mal einen kleine Schwächeanfall, sondern bin wirklich und tatsächlich krank.